Kurzhaarteckel vom Lambrechter Tal

Die Ausbildung des Teckels

 

kann ein Traum sein, oder ein Albtraum, denn Liebe ohne Wissen ist wie Wissen ohne Liebe!

 

Der Welpe

 

Die größte Verantwortung trägt zunächst der Züchter. Ausschlaggebend für das ganze Hundeleben sind nicht nur die Gene, sondern vor allem auch die Prägung zwischen der dritten und siebten Lebenswoche durch den Züchter.

Erfährt der kleine Welpe diese sensible Phase reizarm, wird sich das lebenslang auf seine Entwicklung auswirken. Deshalb ist es sehr wichtig den richtigen Züchter zu wählen.

Kommt der Welpe zu seinem neuen Besitzer, sollte er nach einer wöchentlichen Eingewöhnung bis zur 16. Lebenswoche eine gute Welpenschule besuchen. Hier lernt er mit Art- und Altersgenossen während des Spiels sich richtig zu verständigen und auseinanderzusetzen. Dieses Spiel bedeutet im biologischen Sinn fast immer lernen. Wenn bei diesem Entwicklungsablauf etwas falsch läuft, hat der Welpe einen schlechten Start und wird später Probleme haben, sich mit seiner Umwelt positiv auseinanderzusetzen. Eine verpasste Prägung ist eine verpatzte Prägung. Sie lässt sich kaum nachholen oder korrigieren. Während dieser Zeit lernt der kleine Hund ohne Zwang die ersten Kommandos wie Sitz, Platz und Leinenführigkeit.

 

Die Junghundeausbildung

 

Die Fähigkeiten des Hundes haben sich inzwischen weiter entwickelt, deshalb wird der Grundgehorsam unter zunehmender Ablenkung geübt. Das Gelernte wird mehr und mehr gefestigt (generalisiert). Die Übungseinheiten sollten kurz gehalten und erfolgreich beendet werden, damit der Hund das Erlernte vom Kurzzeit- auf sein Langzeitgedächtnis speichern kann.

Motivation ist der Schlüssel zur Hundeerziehung. Individualität in Verbindung zur Mensch-Hundebeziehung steht im Vordergrund der modernen Hundeausbildung.

 

Der erwachsene Hund

 

wird bei dieser guten Vorbereitung alle Aufgaben erfüllen, die wir ihm stellen. Sei es eine jagdliche Ausbildung oder allgemeine Dinge für den normalen Hausstand.

Wir alle wissen, dass der Teckel ein Jagdgebrauchshund ist. Wir sind verpflichtet, falls er nicht jagdlich geführt wird, alternative Möglichkeiten zu bieten um ihn mental auszulasten. Sehr viele Hunde werden verhaltensauffällig, weil sie geistig unterfordert sind.

 

Setzen sie Ihrem Teckel enge Grenzen, bleiben Sie gnadenlos konsequent. Ihr Hund sollte am Ende der Ausbildung auf ein Kommando, selbst unter stärkster Ablenkung, zu Ihnen kommen. Nur dann kann er die grenzenlose Freiheit des freien Laufens genießen.

 

geschrieben von Ilona Antoni